Liebe Familie Arnhold,

 

wie vorhergesagt regnet es heute den ganzen Tag. Es ist also eine sehr gute Gelegenheit, Sjökullen Revue passieren zu lassen.

 

Mittwoch, 17.9.

2:40 Uhr stehen wir auf nach nur 3 Stunden Schlaf. Es ist wie verhext, an einem Abend vor einer Urlaubsreise nehmen die 1000 kleinen Dinge einfach kein Ende. Aber pünktlich kurz vor 4 Uhr beginnt die Reise. Die Fahrt nach Saßnitz ist problemlos. 6:15 Uhr sind wir am Hafen. Punkt 8 Uhr legt die “Saßnitz” ab und wir gehen auf das Oberdeck. Wir genießen die Fahrt an den Kreidefelsen mit dem Königsstuhl vorbei. Das Wetter ist wunderbar und wir sind fast nur auf dem Oberdeck. Die Sonne strahlt und mein Basecap liegt im Auto. Macht nichts, kurz nach 11 sehen wir Schweden am Horizont. Pünktlich 12:15 Uhr sind wir in Trelleborg, die Fahrt ist auch hier problemlos. In Överlida holen wir die ersten 3.000 Kronen am Automat und die Gegend wird von Kilometer zu Kilometer schöner. Genau 16:18 Uhr haben wir Sjökullen erreicht. Gut, dass bei jedem Foto die Uhrzeit steht. Wir staunen über den wunderschönen Blick von der Terrasse und laufen die paar Meter zu Birgitta und werden freundlich begrüßt. Dann sind wir im Haus, sehen uns alle Räume an, sofort fällt uns auf, mit wie viel Liebe zum Detail alles eingerichtet ist. Wir räumen das Auto aus und sind dann einfach nur noch müde. Egal, dass Champions league ist, 21 Uhr ins Bett.

 

Donnerstag, 18.9.

Sonne, Schweden, Urlaub. Alles super. Wir fahren nach Svenljunga zur Touristinfo und zu ICA. Hin zum Einkaufswagen, Chip rein – Chip weg. Die Schlitze sind größer als hier und wir haben zwar 6 x 500 Kronen aber kein Kleingeld und auch keinen Chip mehr. Zwei Männer in Arbeitskleidung der Svenljunga Kommune wollen helfen und retten unseren Chip. Sogar 5 Kronen wollen sie uns geben. Wir bedanken uns und nehmen drin einen Korb. Reicht ja auch. Ein tolles Gefühl, der Urlaub liegt vor uns und der erste Einkauf beginnt. Alles ist da, nur Kerstins geliebte Buttermilch finden wir nicht. Also bitten wir 2 Schweden um Hilfe, schließlich suchen 4 schwedische Kunden und ein Verkäufer nach Buttermilch. Die Hilfsbereitschaft ist beeindruckend. Erst das “Sorry” des Verkäufers beendet die Suche. Trotzdem, Tack!

 

Freitag, 19.9.

Ein wunderbarer Sommertag. Wir räumen die Liegen raus und genießen einfach alles. Der geplante Ausflug wird verschoben. Es ist traumhaft hier.

 

Sonnabend, 20.9.

Wir fahren nach Skene und Kinna. Bummeln in beiden Orten ein wenig und besichtigen Lidl und den Scottie-Netto. Keine Buttermilch. Macht nichts, man kann sich ja auch anders ernähren. Auch Kerstin. Nur den Willys finden wir nicht. Im Quartier merken wir warum.Ich hatte Ihre Mail nicht richtig gelesen und gemeint, der Willys sei auch an der Straße zwischen Kinna und Skene. Die Fahrt nach Sjökullen nutzen wir, um wieder eine andere Strecke zu erkunden und biegen schon deutlich vor Svenljunga nach Revesjö ab. So sehen wir die Kirche von Revesjö zum ersten Mal und kommen von da aus zum Stora Kvarnsjön.

 

Sonntag, 21.9.

Das Wetter soll nicht besonders gut werden und so beschließen wir, nach Ullared zu Gekas zu fahren. Viele Schweden denken auch so. Aber der Bummel durch das Kaufhaus macht sogar mir Spaß obwohl ich jedes deutsche Kaufhaus nur mit Grauen betrete und möglichst schnell wieder verlasse. Hier drängelt und schubst niemand, jeder ist geduldig. Dazu die gute Organisation mit den Parkplätzen für die Einkaufswagen. Überhaupt ist alles sehr gut organisiert. Es gibt alles, wirklich alles. Außer Buttermilch. Wir kaufen uns jeder eine Winterjacke und viele kleine Dinge, vor allem Anzünder für den Kamin ist wichtig. Mit Hilfe der Verkäufer finden wir ihn schließlich. Nur auf das im Restaurant vorgesehene Mittagessen verzichten wir dann doch. Alle wollen gerade essen und stehen geduldig in einer Schlange. Wie lange waren wir eigentlich im Kaufhaus? Moment, Blick auf Anfangs- und Endfoto. Gute 2 Stunden, also eher kurz. Aber es war sehr interessant und was wir jetzt noch nicht wissen, wir kommen noch mal wieder.

 

Dienstag, 23.9.

Es hat nachts ganz leicht gefroren und heute steht die Königsetappe an, ein Ausflug auf die Insel Tjörn nach Kyrkesund und Skärhamn mit einem zweistündigen Abstecher auf die autofreie Insel Härön. Der Kapitän der Fähre erzählt uns, dass auf Härön nur noch 21 Menschen ständig wohnen. Die Autobahn rings um Göteborg gleicht zur Feierabendzeit einem Chaos. Göteborg ist als Ausflugsziel gestrichen. Auf der Hinfahrt fahren wir übrigens in Skene direkt am Willys vorbei und gehen auf der Rückfahrt mal kurz rein. Keine Buttermilch.

 

Freitag, 26.9.

Ausflug nach Jönköping. Im Haus sind so viele schöne Dinge, die an Schweden erinnern. Geschirr mit Elch, Decken mit Elch, ..... So was gibt es bestimmt bei IKEA. Wir fragen Birgitta, wo es den nächsten IKEA gibt. Göteborg entfällt, also Jönköping. Eine Stunde Innenstadt besichtigt, dann IKEA. Alles Geld was wir mit reingenommen haben bringen wir auch wieder mit raus. Nichts was uns gefällt. Und wir suchen schon seit Tagen einen Plüschelch mit Schwedenfahne als Andenken. Auf der “Saßnitz” gab es welche, aber die kauft man direkt in Schweden, oder? Im Svenljunga noch ein kurzer Abstecher zum ICA, denn wir haben die Kanelschnecken für uns entdeckt. Echt lecker. Spät abends bewundern wir den Sternenhimmel. Keine Lichtquelle stört. Es ist alles so schön hier.

 

Sonntag, 28.9.

Ausflug nach Holsljunga. Wir parken am Holsjön beim Campingplatz und gehen ganz gemütlich die kleine rote Route spazieren. Der Nappträdet ist ja echt putzig. Eine schöne Idee. Dazu überall kleine Picknickplätze. Dort essen auch wir unseren Proviant auf. Unterwegs finden wir sehr viele Pilze.

 

Montag, 29.9.

Vor 8 Tagen waren wir bei Gekas. Gleich am Eingang war ein ziemlicher Stau, aus dem wir schnell weg sind und nicht zurückkamen. Deshalb haben wir keine Weihnachtssachen so richtig gesehen. Was tun? Noch mal Ullared. Heute ist es deutlich leerer als letzten Sonntag. Wir finden wieder paar schöne Sachen, aber auch heute trotz Suche keinen Plüschelch mit Schwedenfahne. Gleich von Ullared aus geht es weiter nach Fegen und dann am Fegensee auf kleinen Nebenstraßen durch den Wald Richtung Norden. Zufällig sehen wir ein Schild zur Backa Loge. Wir fahren einfach mal hin. Es ist geschlossen, aber die Stühle stehen am See und wir haben eine Kanelstange aus Ullared dabei. So sitzen wir da, blicken auf den herrlichen See in dieser Ruhe. Hier wird die Idee geboren, im Frühjahr 2015 wieder zu kommen. Nach einer Stunde Pause fahren wir weiter und bleiben auf den Nebenstraßen. Schweden, einfach Schweden.

 

Dienstag, 30.9.

Wir kaufen nochmal Kaminholz bei Birgitta. Bis auf den ersten Abend genießen wir jeden Tag den gemütlichen Kamin. Und wir erzählen ihr, dass wir noch keinen Plüschelch gefunden haben. Sie empfiehlt einen Laden in Tranemo.

 

Mittwoch, 1.10.

Ausflug nach Tranemo. In der Touristinfo, die hier an einen Schnellimbiss angeschlossen ist, finden wir Plüschelche. Den echten haben wir übrigens noch nicht entdeckt, der wäre sonst erwähnt worden.

 

Donnerstag, 2.10.

Überraschung am späten Morgen, ein Auto vor der Tür. Ein Mann bestellt fließend deutsch “Einen schönen Gruß vom Rene” und sagt, er müsse etwas im Haus messen wegen einem zweiten Bad. Wir haben davon im Internet gelesen, dass es ab November ein zweites Bad gibt und lassen ihn rein. Aber erst Schuhe aus! Im Wald holen wir uns heute nur nasse Füsse, Pilze finden wir ausnahmsweise keine.

 

Freitag, 3.10.

Nochmal Ausflug nach Holsljunga, diesmal erkunden wir die etwas längere gelbe Route. Die Schweden haben so viele schöne Ideen und die Natur ist hier sowieso traumhaft. Warum müssen wir in 3 Tagen wieder abreisen? Heute kommen wir mit vielen Pilzen nach Sjökullen zurück und frieren sogar 3 kleine Tüten ein.

 

Sonnabend, 4.10.

Spaziergang am Stora Kvarnsjön. An einer kleinen versteckten Bucht baden wir sogar. O.k., bis zu den Knien. Aber wir waren drin. Es geht alles so gemütlich zu, so ruhig.

 

Sonntag, 5.10.

Wir sind sehr traurig. Alles zum letzten Mal. Letzte Fahrt nach Svenljunga Müll wegbringen und Leergut bei ICA abgeben, letztes Mittag, letzter Kaffee, letztes Abendbrot. Zum letzten Mal Kamin. Schlimm. Aber wir haben unseren Plan und versuchen, der Vorfreude eine Chance zu geben.

 

Montag, 6.10.

Wir setzen uns ein paar Minuten auf die Terrasse, ein paar Minuten auf das Sofa und bringen sogar den Müll gemeinsam runter zur Tonne. Irgendwann, es ist 9:50 Uhr, hilft dann nichts mehr. Wir schließen die Tür zu. TACK SJÖKULLEN!!!

13 Uhr sind wir in Trelleborg, 15:25 Uhr legt die Fähre ab. Es sind wenig Passagiere an Bord und es schaukelt heute ziemlich. Beeindruckend wird es nochmal als plötzlich Land auftaucht. Es kann nur Dänemark sein, was da so nahe liegt, vermutlich das südöstlichste Seeland. Ich hatte vermutet, während der 6 Stunden gar kein Land zu sehen. Schön ist auch das Einlaufen in den Rostocker Hafen pünktlich 21 Uhr.

 

Einige Tage fehlen in diesem Bericht, das sind die ruhigen Tage in und um Sjökullen mit Waldwanderungen und –spaziergängen, einfach mit dem Genießen dieser schönen Natur und dieser Ruhe. Wir haben wohl knapp 10 x Pilze gegessen und auch wenn wir mal weniger gefunden haben war es sehr schön im Wald.

 

Das Haus selbst ist wirklich wunderschön eingerichtet, schon der allererste Eindruck mit den Fotos von den Helfern zeigt doch, wie wohl Sie sich auch selbst dort fühlen müssen. Falls Sie irgendwann mal eine Fotogalerie mit zufriedenen und glücklichen Urlaubern anlegen wollen, wir schicken im Anhang ein Bild mit. In diesem Haus und in dieser Gegend muss man sich einfach wohlfühlen.

 

Vieles haben wir erlebt, siehe oben und wir haben uns super erholt. Einiges haben wir dieses Mal (noch) nicht unternommen. Göteborg blieb wegen der Hektik ringsum weg, Lidköping und Vänernsee überhaupt haben wir für das nächste Mal gelassen. Das Boot “Linda” haben wir zwar begrüßt, aber nicht genutzt, irgendwie war der Respekt vor der Größe des Sees im Wege. Kommt vielleicht noch an einem windstillen sonnigen Frühlingstag. Und auch die Begegnung mit dem Elch bleibt vorerst offen.

 

Wir bedanken uns herzlich bei Ihnen, dass wir diesen wunderschönen Urlaub in Sjökullen erleben durften und ganz besonders für die vielen guten Tipps vorher. Vermutlich wären wir nicht von allein auf Holsljunga und den Fegensee gekommen und auch Ullared hatten wir noch nie gehört.

 


Liebe Familie Arnhold,

 

nachdem wir fast eine Woche Zeit hatten, die vielen schönen Erlebnisse in Schweden etwas sacken zu lassen kommt hier ein kurzer Bericht.

 

Freitag, 17.4.

Nur gut 6 Monate sind seit unserer Rückkehr aus Schweden vergangen. Erst langsam, dann wie im Flug. Wir stehen 2:40 Uhr auf und starten kurz nach 4 unsere Fahrt nach Rostock. 6:10 Uhr haben wir den Hafen erreicht und warten auf unser Schiff, die “Huckleberry Finn”. Es kommt dann auch bald und die herunter rollenden LKW nehmen kein Ende, erst 7:50 Uhr sind wir auf dem Schiff und bald danach legen wir auch schon ab. Langsam dreht das Schiff noch im Hafen und fährt dann vorbei an Warnemünde und dem Leuchtturm auf die Ostsee hinaus. Nach einem kurzen Rundgang entdecken wir, dass das Restaurant ganz vorn auf dem Schiff ist (ich glaube, das heißt Bug) und so drehen wir 2 Stühle einfach um und haben die ganze Ostsee vor uns. Es sind nur wenige Passagiere an Bord und die Fahrt ist sehr ruhig. Auf dem Oberdeck beobachten wir Dänemark, wir essen ein wenig und freuen uns auf Schweden, das Kerstin 12:15 Uhr am Horizont entdeckt. Die Fotos liefern uns auch diesmal sehr genau alle Uhrzeiten. Punkt 14 Uhr macht die “Huckleberry Finn” in Trelleborg fest und wenige Minuten später sind wir auf dem Festland. Auf der Autobahn ist heute viel Betrieb, alles ist etwas hektisch, aber ab Falkenberg auf der 154 wird es schlagartig ruhiger und ab Ullared immer schöner, immer mehr Wald, immer mehr Seen. In Överlida ist Pause am Bankomat, wo es jetzt pro Abhebung nur noch 2.000 Kronen gibt. Dann fahren wir schon am Holsjön vorbei und beschließen, auf den letzten 3 km Feldweg die Ankunft etwas zu filmen. Ich mache das Video startklar und warte auf das ..... Schild “Badplats”....... Da WAR es! Aber wir können sofort wenden und biegen nun richtig ab. Von der Anhöhe sehen wir den Stora Kvarnsjön, dann rechts rum am Verbotsschild, noch 600 m, wir freuen uns einfach nur und ...... stehen. Zwei Rehe auf der Wiese. Was für eine Begrüßung! Sie springen in den Wald und wir geben noch einmal Gas und nehmen den Anstieg zu Sjökullen.

 

Nach 488 km Auto sind wir da und steigen 17:45 Uhr aus. Etwas müde, aber unendlich glücklich, wieder auf Sjökullen zu sein. Sofort entdecken wir die neue Bank auf der Terrasse und dann gehen wir zu Birgitta um den Schlüssel zu holen. Birgitta und Willy begrüßen uns sehr herzlich, es ist als wären wir kaum weg gewesen. Schon per Mail hatten wir sie für morgen Nachmittag zu Kirschtorte und Kaffee eingeladen. Birgitta kommt mit uns mit, liest den Strom ab, wir erzählen noch ein wenig und dann wird das Auto ausgeräumt. Alles läuft routiniert und mit großer Freude auf den Urlaub ab. Wie immer übernimmt Kerstin die Klamotten und das Beziehen der Betten und ich die Küche. Hat sich bewährt.

 

Dann will ich die Torte für morgen fertig machen und den Pudding kochen. Nichts passiert, habe ich wohl die falsche Herdplatte angemacht? Nein, die nächste geht auch nicht, erst die Dritte funktioniert. Der Pudding ist bald fertig und für den Tortenguss nehme ich gleich den selben Topf, wasche ihn gleich mit der Hand ab. “Kerstiiin, das Wasser wird gar nicht warm.” Antwort aus dem Bad “Hier ist es auch eiskalt.” Während ich die Torte fertig mache guckt Kerstin im Fernseher nach den Fußballergebnissen von heute. Sie versucht es zumindest. No signal! Eine halbe Stunde und hunderte Knopfdrücke später sind wir um die Erkenntnis reicher, das wir beide nicht mit der Fernbedienung umgehen können. No signal! Im von uns bewunderten neuen Bad geht das Licht nicht und als auch Kaffeemaschine und Toaster einen eiligst anberaumten Test nicht bestehen, an anderen Steckdosen aber funktionieren, wird uns klar, dass hier nicht alles kaputt ist, sondern dass es nur ein Problem, höchstens zwei (Fernseher scheint was anderes zu sein) gibt. Es ist 21:30 Uhr und wir beschließen, nun schlafen zu gehen und jetzt keinen Alarm bei Birgitta zu schlagen.

 

Sonnabend, 18.4.

Als wir aufwachen ist draußen alles bereift. Trotzdem frühstücken bei Sonnenschein schon auf der Terrasse. Es ist so schön, die Vögel singen und dazu diese Ruhe. Einzig die kleine Unruhe bleibt, was das nun für ein Elektroproblem ist und ob Birgitta es lösen kann. Nach unserem Einkauf in Svenljunga kommt sie gleich mit. Halt, vorher Überraschung bei ICA, ein freundlicher Verkäufer führt uns schnurstracks zur Buttermilch. Es ist aber keine, sondern sehr gute fetthaltige Milch. Viel wichtiger ist, dass Birgitta nach wenigen Minuten die defekte Sicherung draußen gefunden und gewechselt hat. Alles gut, außer Fernseher. Mittags entdeckt Kerstin, dass an der Satellitenschüssel ein Kabel lose runterhängt. Ursache gefunden, nachmittags repariert Willy das Ganze und nun ist alles o.k. Wir bekommen von Birgitta und Willy eine Menge guter Tipps und werden fast alles auch ansehen, was sie empfohlen haben.

 

Sonntag, 19.4.

Totale Gemütlichkeit bei sehr schönem Wetter. Vormittags genießen wir einfach Sjökullen, nach dem Mittagessen gehen wir dann Richtung Wald, hinter Birgitta und Willy nach rechts. Dann aber nach dem Anstieg nicht wieder rechts um den Lilla Kvarnsjön, sondern links rum (an dem einen Haus steht als Adresse Sjobö). Wir gehen immer weiter, irgendwann kommt ein Haus, eine Scheune. Wir wissen nicht, wo wir sind, hören dann aber Autos. Schließlich sehen wir, dass wir nach Axelfors gewandert sind. Zurück gehen wir einen anderen Weg, ein ganzes Stück an der Landstraße bis zum Abzweig Svenljunga 6, Revesjö 3, Axelfors 2 km und dann über Sjöslätten zurück. Eine schöne Wanderung, auch wenn wir eigentlich gar nicht so weit wollten.

 

Montag, 20.4.

Wieder scheint die Sonne, wieder frühstücken wir auf der Terrasse, einfach gemütlich und idyllisch ist es hier. 10 Uhr fahren wir über Svenljunga nach Torpa. Das Torpa Stenhus hat leider im April noch geschlossen und wird erst im Mai an den Wochenenden öffnen. Über ein schmales Landstück fahren wir von Torpa ins wenige Kilometer entfernte Hofsnäs (wird auf Karten immer mal anders geschrieben). Hier wandern wir eine gut markierte Route von etwa 5 km am Yttre Asunden. Unterwegs Picknick, ganz viele Blumen, vor allem Anemonen, im Wald und die unendlich vielen Lieder der Vögel. Abends gibt es eine Premiere, wir grillen auf Sjökullen. Danach noch eine Stunde Spaziergang um den Lilla Kvarnsjön. Rehe, Hasen, Kraniche, .....

 

Dienstag, 21.4.

Herrliches Wetter. Nur Gemütlichkeit, nur Sjökullen. Bis 14:45 Uhr. Dann fahren wir nach Boras. Elfsborg Boras spielt gegen AIK Solna. Spitzenspiel in Schweden. Die Tankanzeige sagt noch für 130 km Benzin im Tank, also lassen wir die Preem in Svenljunga rechts liegen, vielleicht findet sich in Boras was Günstigeres. Das kleine aber feine Stadion ist mitten im Zentrum der 60.000-Einwohner-Stadt Boras. Wir suchen und finden ein kleines hölzernes Kassenhäuschen. So stellt man sich das Kassenhäuschen bei Rotes Banner Trinwillershagen vor. Es ist zu, die Rollos runter gelassen. Ein Ordner meint, wir sollten mal klopfen. Wir klopfen und eine Frau sagt, sie öffnet in einer halben Stunde. Eine knappe Stunde später haben wir unsere Karten. 275 Kronen, fast 30 € das Stück, ein stolzer Preis. Wir schlendern noch ein wenig durch die Läden in der Nähe, beobachten die ankommende Polizei, die erst mal Pause in einem Schnellrestaurant am Stadion macht. Unvorstellbar für die Polizei bei Dortmund – Schalke. Hier ist alles friedlich. Wir sind 45 Minuten vor Spielbeginn im Stadion fast die einzigen. 10 Minuten vor Spielbeginn füllt sich die Boras Arena. Viele haben riesige Tüten Popcorn dabei. Großes Kino dann auf dem Platz. 5 Tore in nur 21 Minuten, es geht hin und her, Spaßfußball von beiden Mannschaften, Elfsborg führt 3:2. Alle sind begeistert, wir auch. Es bleibt 3:2, die 2. Halbzeit ist nicht mehr so hochklassig, doch Elfsborg hat gewonnen. Beeindruckend ist der Abmarsch der 8.444 Zuschauer. Auf dem vorhin noch ganz leeren Parkplatz ist jetzt alles verstopft. Viele Kreisverkehre liegen vor uns, die oft auch noch völlig ungewohnt 2 Spuren haben. Alles funktioniert prima, zwar 30 Minuten stop and go, aber jeder im Kreisverkehr lässt auch einen von draußen rein. Einige Stockholmer Fans wollen zu MacDonalds, Polizei zu Pferde ist auch da, dann geht es ganz langsam weiter, zum nächsten Kreisverkehr. Auf Sjökullen zeigt die Anzeige, dass wir noch für 5 km Benzin haben. Preem ist 9 km entfernt. Gute Nacht!

 

Mittwoch, 22.4.

Ein wundervoller Urlaubstag auf Sjökullen. Einfach nur genießen und nichts tun. Geht ja nicht anders (fast) ohne Benzin. Die Sonne lacht von Früh bis Spät. Nachmittags borgen wir uns bei Willy einen Kanister Benzin. Kurz vor 22 Uhr gehe ich noch mal raus, nur kurz zum Auto, weshalb weiß ich nicht mehr. Fast bin ich wieder an der Haustür, schaue kurz zur Anhöhe hinauf. EIN ELCH!!! Schnell ins Haus, Foto und Video in die Hände und schon sind wir im oberen kleinen Zimmer. Vorsichtig öffnen wir das Fenster und genießen diesen Anblick. So also sieht ein Elch in freier Wildbahn aus, so majestätisch. Für gute Fotos ist es leider etwas zu dunkel, das Video ist gut gelungen. Beeindruckend schön.

 

Donnerstag, 23.4.

Nach dem wie immer gemütlichen Frühstück auf der Terrasse fahren wir nach Fälköping. Erster Stop ist natürlich die Tankstelle in Svenljunga, wo wir unser Auto und Willys Kanister betanken. In Fälköping besuchen wir den Käseladen Fälbygdens Ost. Ein sehr interessanter Laden, in dem es längst nicht nur Käse gibt, sondern auch Wurst, Knäckebrot und viele andere Delikatessen und Souvenire. Überall kann man Käse probieren, die Käsetheke selbst ist 25 m lang. Am Ende kaufen wir für 430 Kronen Käse und einige andere Kleinigkeiten und fahren kurz auf den Mösseberg, von dem man eine tolle Sicht auf Fälköping hat. Auf der Rückfahrt machen wir Station in Ulricehamn und ein Picknick direkt am Asunden. Die Innenstadt ist sehr niedlich, ganz viele kleine Läden und endlich finden wir auch Ansichtskarten. Das war schon im Herbst nicht ganz leicht, damals wurden wir in Skene fündig, nun also in Ulricehamn. Wir bummeln gemütlich durch diese kleinen Läden und entdecken auf der Suche nach kleinen Andenken Servietten mit der schwedischen Fahne. Das wär doch was. Doch wir kaufen sie nicht – Made in China. Abends nutzen wir das tolle Wetter und grillen zum zweiten Mal nach dieser Tour über insgesamt 228 km.

 

Freitag, 24.4.

Gekas Ullared. Es ist etwas kälter und windiger geworden. Zeit für einen Besuch in Schwedens größtem Warenhaus. Das erste Erlebnis haben wir schon unterwegs. Kurz hinter Älvsered steht ein Elch in aller Ruhe mitten auf einem Feld. Als er in den Wald läuft gelingt uns schnell noch ein Foto. Nur durch die Zeiten auf Anfangs- und Endfoto wissen wir, das wir 4 1/2 Stunden im Gekas waren. Kaum zu glauben. Alles ist wieder sehr interessant, wir kaufen viele Dinge, von Klamotten über Lebensmittel bis zu Souveniren und Dingen für Haus und Garten. Großer Zufall dann als wir gerade bei den Jacken sind und die Sportsbar im Blick haben. Dort läuft gerade ein Vorbericht zu Elfsborg Boras – AIK Solna. So gönnen wir uns eine Pause und sehen uns noch mal in Ruhe die 5 Tore von neulich an. Nach 21 Minuten geht der Einkauf weiter. Ist es Zufall oder schon ein Gekas-erfahrener Blick? Wir erwischen eine Kasse, an der wir sofort dran sind. Niemand ist vor uns.

 

Sonnabend, 25.4.

Morgenspaziergang ab kurz nach 7 um den Lilla Kvarnsjön. Gänse, Kraniche, Hasen und Rehe kreuzen den Weg. Und am Ende kommen gerade wie jeden Morgen die beiden Schwäne zum Lilla Kvarnsjön. Wir fahren nach Holsljunga und drehen eine Runde um die Näset. Es ist heute grau, aber es bleibt zum Glück trocken.

 

Sonntag, 26.4.

Morgenspaziergang ab 5 Uhr um den Lilla Kvarnsjön. Die Tiere schlafen aber noch. Dafür besuchen uns später 2 Rehe oberhalb des Hauses wo neulich der Elch stand. Vormittags dann Spaziergang am Stora Kvarnsjön und nachmittags um den See an der Revesjö Kyrka.

 

Montag, 27.4.

Es hat in der Nacht leicht gefroren, wir müssen drin frühstücken. Nun folgt ein wunderschöner und erlebnisreicher Tag. Zunächst sehen wir uns die Kirchen von Mjöbäck und Mardaklev an und dann fahren wir zur Backa Loge am Fegensee. Im Herbst hatte das Cafe schon zu, jetzt hat es noch zu. Aber wieder stehen Stühle direkt am See. Wieder machen wir hier Picknick. Im Herbst ist an dieser Stelle die Entscheidung gefallen, schon jetzt wieder nach Sjökullen zu fahren. Heute überlegen wir an dieser Stelle nicht, OB wir nächstes Jahr gern wieder nach Sjökullen fahren würden, sondern WANN. Was ist uns wichtiger? Diese Pilzmahlzeiten nach den ausgedehnten Spaziergängen im Wald oder diese wunderbaren langen Abende, die so schön hell sind. Wir kommen zu dem Ergebnis, dass beides sehr schön ist, ein Unentschieden. Weiter fahren wir über Fegen nach Sandvik und besichtigen die Sandvik Kyrka, die man von der Backa Loge aus sehr gut mit dem Fernglas sieht, was nun umgekehrt auf die Backa Loge von Sandvik aus zutrifft. Schon seit Mjöbäck am Morgen wählen wir bewußt kleine Nebenstraßen. So lernen wir nun u.a. Burseryd und Häcksvik kennen und sind nach insgesamt 129 km wieder im Quartier.

 

Dienstag, 28.4.

Schon vor dem Aufstehen klopft es. Nicht an der Tür, an der Birke genau vor dem Fenster. Zwei prächtige Spechte suchen sich ihr Frühstück. Heute bleiben wir den ganzen Tag auf Sjökullen. Kleine Ausnahme. Mit der Schubkarre holen wir bei Birgitta noch mal Kaminholz. Es ist kälter geworden. Abends fiebern wir vor dem Fernseher mit Borussia Dortmund. Erfolgreich, 2:0 im Elfmeterschießen bei Bayern.

 

Mittwoch, 29.4.

Die Königsetappe über 343 km. Schon 7 Uhr starten wir zum Vänernsee. Wir wissen zwar, dass zum Beispiel Schloss Läckö erst übermorgen öffnet, wollen diese lange Strecke aber nicht zu dicht an der Heimreise haben. Nach 3 Stunden sind wir da, sehen uns das Schloss in aller Ruhe von außen an und besuchen die sehr interessante Ausstellung im Naturum. Am Rande des Schlosses natürlich Picknick. Dann noch ein Abstecher in das nur 5 km entfernte Fischerdorf Spiken. Doch unsere Hoffnung, dass der eine oder andere Fischer doch schon heute seine Bude öffnet erfüllt sich leider nicht. Schon ist es Zeit für die Rückfahrt, die ja auch wieder 3 Stunden dauert. Fisch gibt es vom Wagen neben dem ICA in Svenljunga.

 

Donnerstag, 30.4.

6 Stunden Regenwetter am Geburtstag des Königs. Erst nachmittags eine Runde um den Lilla Kvarnsjön.

 

Freitag und Sonnabend, 1.5. und 2.5.

St. Apelnäs, Roasjö, Lasarbo, Hagasjö, Karkashult, St. Byrhult. Wir bleiben in der Nähe, sehen uns diesen und jenen Ort an, machen Spaziergänge an diesem und jenem See. Irgendein See ist zum Glück immer in der Nähe. Und wir erforschen endlich, wo man rauskommt, wenn man vom ICA in Svenljunga vom Parkplatz nach links fährt. In St. Byrhult und dann wieder auf die Landstraße nach Sjöslätten. Von Tag zu Tag werden wir trauriger, kein Wunder, der Urlaub geht langsam zu Ende.

 

Sonntag, 3.5.

Siehe einfach Sonntag, 5.10.2014. Alles zum letzten Mal. Es ist traurig.

 

Montag, 4.5.

Der Himmel weint. Grau und 7 Grad. Trauriges Frühstück drin, wir beladen das Auto fertig. So ein letzter Tag eines wunderschönen Urlaubs ist immer wieder schlimm. 9:30 Uhr kommt Birgitta, wir bezahlen Strom und Reinigung. Trauriger Abschied und dann kommt gleich nach dem Losfahren ein Rotkehlchen, Rehe stehen auf der Wiese. Es ist, als ob auch die Tiere sagen “Kommt bald wieder.” 13:20 Uhr sind wir nach guter Fahrt in Trelleborg und können sofort in den Hafenbereich und sind schon 14:15 Uhr, eine Stunde vor dem Auslaufen, auf unserem Platz an einem der großen Bugfenster der “Huckleberry Finn”. Wir haben diesmal den Laptop mit hoch genommen und nutzen die Fahrt zum Ordnen der Bilder, welche werden ausgedruckt, welche kommen ins Fotobuch. So vergeht die Zeit auf der sehr ruhigen Ostsee, wir erleben kurz vor Rostock einen sehr schönen Sonnenuntergang und sind nach weniger als 2 Stunden Autofahrt 23:30 Uhr zu Hause.

 

Wir haben Sjökullen wirklich bis zum letzten Tag, bis zur letzten Fähre ausgekostet. Vielen Dank für diesen schönen Urlaub.

 

 


19. September
 
2:40 Uhr geht der Radiowecker an, sofort danach beide Handys. Wir haben alle Sicherheiten eingebaut um nicht zu verschlafen, denn heute fahren wir nach Schweden. 4:15 Uhr Start in Prenzlau, 6:25 Uhr sind wir im Rostocker Hafen und fahren genau eine Stunde später in den Bauch der “Robin Hood”. Kurz vor 8 sitzen wir auf dem Oberdeck in der Morgensonne und freuen uns einfach nur, hier zu sein. Pünktlich 8:30 Uhr legt die Fähre ab und gleitet sachte durch den Hafen und am Yachthafen vorbei Richtung offener Ostsee. Der Urlaub liegt vor uns und die Welt ist so schön.
 
Nach fast 1 1/2 Stunden auf dem Oberdeck versteckt sich die Sonne hinter den Wolken und wir gehen in die Cafeteria, wo es sehr leer ist. Wir essen etwas und schlendern über das Schiff um die Langeweile der Überfahrt zu vertreiben. Dabei höre ich etwas von ungültigen schwedischen Geldscheinen und erkundige mich nach Einzelheiten. Der Schreck sitzt, die 20- und 50-Kronen-Scheine sind ungültig. Wir haben beim letzten Mal längst nicht alles Geld ausgegeben und machen Inventur. Vier Zwanziger und ein Fünfziger sind im Gepäck, 130 Kronen, etwa 15 €. Die gute Nachricht ist, dass die 500-Kronen-Scheine noch bis Mitte 2017 gültig sind. Aufatmen!
 
Pünktlich 14:30 Uhr erreichen wir Trelleborg und rollen Minuten später von der Fähre. Es geht nur langsam durch das Hafengelände, immer wieder Stop. Dann sehen wir den Grund. Schnell springe ich aus dem Auto und hole die Reisepässe aus dem Kofferraum. Die Schweden machen etwas ganz normales, sie kontrollieren ihre Grenze. Ein freundlicher Gruß des Beamten und dann sind wir schon bald auf der Landstraße und auf der Autobahn.
 
Wir kommen gut voran, erkennen alles wieder, Malmö, Helsingborg, Halmstad, Falkenberg – runter von der Autobahn, Ullared, Holsljunga, Schild Badplats. Ganz so schnell geht es natürlich nicht, aber nun sind wir gleich da, nähern uns schon dem Stora Kvarnsjön und stoppen. Elche!!! Drei Elche stehen seelenruhig auf dem Feld. Fotos lassen sie zu, erst als ich für das Video ein paar Worte sage verschwinden sie im Wald. Was für eine Begrüßung.
 
18:35 Uhr erreichen wir Sjökullen, stellen das Auto ab und gehen sofort auf den neuen Steg mit der Bank. Wir sind angekommen, diese Ruhe, der Lilla Kvarnsjön neben uns, ab und zu ruft ein Vogel. Nach ein paar Minuten gehen wir zum Haus und räumen das Auto aus. Wir sind wieder da – auf Sjökullen.
 
 
20. September
 
Frühstück bei Sonnenschein auf der Terrasse. Insgesamt 15 x können wir in diesen 3 Wochen draußen frühstücken, den Tag mitten in der Natur beginnen. Unser Frühstück dauert immer fast eine Stunde. Soviel Gemütlichkeit gehört einfach zum Urlaub dazu. Mittags Einkauf bei ICA in Svenljunga. Der erste Einkauf in einem Urlaub ist immer wieder etwas besonders schönes. Zurück fahren wir durch den Wald über St. Byrholt. Dann kaufen wir Kaminholz bei Birgitta. Terrasse, Kaffee mit Pflaumenkuchen, Würfelspiele, Kamin, Gemütlichkeit – es ist Urlaub.
 
 
21. September
 
Der Tag beginnt mit dem Sonnenaufgang auf dem Steg. Die Ruhe am Morgen, der Nebel über dem Lilla Kvarnsjön, ab und zu ruft ein Kranich, das muss man erleben. Danach Frühstück auf der Terrasse und mittags nach Skillnabo. Wir sehen uns das Haus von außen an, mitten im Wald, noch weiter abseits aller Straßen als Sjökullen. Danach rudern wir auf dem Lilla Hissjön.
 
 
22. September
 
Ein ruhiger Tag mit einem Ausflug an den Holsjön. Dort finden wir einige Pilze, die es zum Abendbrot gibt.
 
 
23. September
 
Wir fahren zu Gekas nach Ullared und machen gleich 2 Anfängerfehler. Es ist Freitag und wir sind erst kurz nach 11:30 Uhr da. Parkplatzsuche. Ich hätte nie gedacht, dass wir 5 Stunden im Warenhaus bleiben. Zwei Stunden einfach schlendern und dies und jenes finden, dann eine Stunde Pause in der Cafeteria. Es gibt freies Internet, wir versenden einige Fotos und aktualisieren den Wetterbericht. Und machen einfach mal Pause vom Laufen. Dann zwei Stunden Einkaufszettel abarbeiten. Danach reicht es aber auch für heute. Gekas war ein Erlebnis, der Einkauf sehr erfolgreich, aber das muss nicht jeden Tag sein.
 
 
24. September
 
Heute ist der Sonnenaufgang im Frühnebel besonders schön. Nach dem Frühstück bauen wir die Liegen auf, die Sonne scheint den ganzen Tag. Einfach nur Gemütlichkeit. Nachmittags ein ungewohntes Geräusch ..... ein Auto. Vielen Dank für die Buttermilch ..... eine tolle Überraschung. Die kleine Wanderung um den Lilla Kvarnsjön brechen wir schon bald ab, da wir schöne Pilze finden und keinen Korb mit haben. Das Abendbrot ist gesichert.
 
 
25. September
 
Wir fahren nach Roasjö und machen dort ein sehr schöne Waldwanderung. Vier Routen sind ausgeschildert, wir entscheiden uns für die 6 km lange blaue Route. Es geht hoch und runter, über schöne Wege und über Stock und Stein, einmal verlaufen wir uns, finden den Weg aber wieder. Mitten im Wald Picknick. Wir treffen keinen Menschen, einfach nur Wald. Natur. Ruhe. Nur die “Flugameisenspinnen” nerven. Es sind wohl Elchläuse, aber wir nennen sie so weil sie wie ein Zwischending von Ameise und Spinne aussehen und fliegen können.
 
 
26. September
 
Ausflug an den Fegensee. Es ist ein wunderschöner und sehr erlebnisreicher Tag. Wir meiden die breite Landstraße und fahren über Sjöslätten, Axelfors, Östra Frölunda, Mardaklev und Kalv zum Gräberfeld aus der Eisenzeit Kummeludden. Danach besichtigen wir die Gammelsjö Kvarn, eine alte Mühle, die für Besucher offen steht. Achtung, diese Mühle ist nicht an der Stelle, wo sie in der Karte eingezeichnet ist. Einfach den Weg weiterfahren, irgendwann kommt sie. Danach zur “altbekannten” Backa Loge mit Picknick direkt am Fegensee. Auf der Rückfahrt noch Picknick am Kalvsjön.
 
 
27. September
 
Ein sehr ruhiger Tag. Wir umrunden den Lilla Kvarnsjön. Und doch gibt es etwas besonderes. Wir baden. Es ist der 27. September! Und wunderschönes Wetter.
 
 
28. September
 
Ausflug nach Falköping. In der Touristinfo Svenljunga aktualisieren wir das Wetter im Smartphone. Es soll schön bleiben, nur langsam kühler werden. Im Käseladen Fälbygdens Ost kaufen wir schön ein. Die 25 m lange Käsetheke ist sehr sehenswert.
 
 
29. September
 
Einkaufsausflug ins Knalleland nach Boras. Zweimal Glück im Straßenverkehr. Die Natur ist viel schöner als die “Hektik” des Einkaufsparks.
 
 
30. September
 
Sonne, Wolken, Regen, Hagel, Gewitter, Regenbogen. Dieser Tag hält alles bereit. Das Unwetter erwischt uns in Överlida, wo wir eigentlich etwas wandern wollten. Der Regenbogen über Sjökullen ist wunderschön.
 
 
1. Oktober
 
Gemütlichkeit, einfach nur Gemütlichkeit. Sonnenaufgang auf dem Steg, Frühstück auf der Terrasse, kurz ICA Svenljunga, Mittag auf der Terrasse, Kanelbullar und Kaffee auf der Terrasse, abends Kamin. Urlaub.
 
 
2. Oktober
 
Wir rudern auf dem Lilla Kvarnsjön. Mehrere Libellen besuchen uns dabei und die Kraniche formieren sich für die Reise gen Süden.
 
 
3. Oktober
 
Ausflug nach Ulricehamn. Endlich finden wir Ansichtskarten. Überall haben wir danach gesucht, heute endlich mit Erfolg. Wir besichtigen die sehr schöne Kirche und bummeln durch die Innenstadt. Auf der Rückfahrt halten wir an der Garsbo kvarn, einer uralten Mühle. Auch diese Mühle ist offen und wir können uns ganz in Ruhe umsehen und einen kleinen Eindruck vom Leben der Menschen in längst vergangenen Zeiten bekommen.
 
 
4. Oktober
 
Nochmal Gekas Ullared. Diesmal deutlich kürzer als neulich. Und ein Volltreffer. Wir kaufen große Bilderrahmen, die hier etwa 50 € pro Stück kosten würden für 99 Kronen, was nur gut 10 € sind. Danach Wanderung am Holsjön in Holsljunga und einige Pilze gefunden.
 
 
5. Oktober
 
Über Orsas und Hacksvik, also wieder über Nebenstraßen fahren wir nach Sandvik am Fegensee. Dort sehen wir uns die Kirche an, die direkt am See gelegen ist und machen ein schönes Picknick. Danach folgt die vielleicht schönste Entdeckung dieses Urlaubs. Nur 2 km von der Sandvik kyrka entfernt finden wir die Rosendalsstugan. Ein winziges Häuschen mit nur einem Raum, das von einem Zaun umgeben ist, der auf traditionelle Weise hergestellt ist. Die Stube ist sehr schön eingerichtet und auch hier ist die Tür offen und man kann alles besichtigen. Das ist immer wieder schön in Schweden, offene Türen, überall sind Besucher willkommen. Auf der Rückfahrt noch kurze Rast am Ballasjön.
 
 
6. Oktober
 
Spaziergänge am Stora und Lilla Kvarnsjön. So idyllisch. Wir liegen im Moos und genießen die wärmenden Sonnenstrahlen, schlendern durch den Wald, sitzen am See und wollen eigentlich gar nicht wieder von hier weg.
 
 
7. Oktober
 
Wir fahren einfach durch die Wälder. In Orsas schönes Picknick am See mit Blick auf die Kirche, blauen Himmel, bunte Bäume und schwimmende Wildgänse. Danach wird es immer einsamer. Eigentlich wollen wir an einigen der zahlreichen Seen einfach mal anhalten, etwas spazieren gehen und Picknick machen. Doch an die meisten Seen kommt man nicht heran, der Untergrund ist nass und von Rinnsalen durchzogen. So fahren wir immer weiter, dass Navi hat uns längst verloren und meldet “offroad”. Immer mal wieder ein Gehöft, einige Kühe, alles wunderschön, nur ein Spaziergang ist nicht möglich. Schließlich drehen wir um und in Sjöbo, schon wieder kurz vor Orsas finden wir einen See mit Steg für ein Picknick. Endlich! Wir wollen wenden, fahren etwas rückwärts und stehen plötzlich. Eine kleine Unaufmerksamkeit, es war nicht zu erkennen, dass der Rasen abschüssig ist und das rechte Hinterrad hängt in der Luft, das Auto hat leichte Schräglage und droht zu kippen. Tack, Kerstin Hansson, für das Freischleppen. Nachdem alle 4 Räder wieder sicheren Boden unter den Füssen haben machen wir Picknick und fahren nach Sjökullen.
 
 
8. Oktober
 
Spaziergänge in der Nähe, der Urlaub geht bald zu Ende.
 
 
9. Oktober
 
Schlechtestes Wetter dieses Urlaubs. Alles ist so traurig. Müll entsorgen in Svenljunga, ICA, Abschied von Birgitta und Willy, Eintrag ins Gästebuch. Traurig.
 
 
10. Oktober
 
Alles ist dunkel und grau. Es regnet. Abschied von Sjökullen. Abschied von Schweden. Mit der “Mecklenburg-Vorpommern” fahren wir zurück und sind 23:30 Uhr zu Hause.
 
TACK SJÖKULLEN!!!